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  • Kleiner Knigge für Hund und Hundeführer

    Als Voraussetzung für diese Regeln gelten ein "einigermassen" guter Appell des Hundes sowie eine besuchte Hundeschule (z.B. Welpen-Spielstunde, Erziehungskurs, Plausch-Hunde-Gruppe).
     

    Leinenführigkeit

    Der Hundeführer behält seinen Hund in Siedlungsgebieten, auf Spielplätzen, in öffentlichen Anlagen sowie entlang von Strassen stets an der Leine.
     
    Auf bepflanzten Feldern, im hohen Gras und auf Viehweiden hat der Hund nichts verloren. In Naturschutzzonen gehört der Hund an die Leine. Im Wald und in Waldnähe, insbesondere während der Setzzeit der Wildtiere, sei besondere Vorsicht geboten. Man sei sich bewusst, dass jeder Hund unverhofft vom Jagdfieber erfasst werden könnte!
     
    Beim Überqueren einer Strasse sitzt der Hund auf dem Gehsteig links neben dem Hundeführer und wartet auf ein Hörzeichen. Auf der anderen Strassenseite angelangt, sitzt der Hund nochmals "bei Fuss", bevor er mit seinem Hundeführer weitergeht.
     
    Der Hund wird grundsätzlich erst frei laufen gelassen, wenn der Hundeführer sich gewiss ist, ihn jederzeit zuverlässig abrufen zu können.


    Begegnung mit anderen Hunden

    Kommt dem Hundeführer ein Spaziergänger mit einem Hund an der Leine entgegen, leint er selbstverständlich und ohne Diskussion seinen Hund ebenfalls an. Der entgegenkommende Hundeführer hat für sein Verhalten einen Grund und dieses Verhalten sollte nicht in Frage gestellt werden.
     Angeleinte Hunde sollen sich beim Kreuzen nicht beschnüffeln. Der Hund kann die Leine als eine Art Sicherheitsverbindung zu seinem Meister interpretieren und dies kann ihn dazu verleiten, seine Kräfte mit einem anderen Hund messen zu wollen, ganz nach dem Motto: "Zu zweit bin ich stark!".


    Begegnung mit Spaziergängern ohne Hund

    Kommen dem Hundeführer Spaziergänger, Radfahrer, Jogger, Rollerblader, usw. entgegen, ruft er seinen Hund sofort ab und leint ihn an. Ein Hundeführer, der mit dem Fahrrad fährt, steigt selbstverständlich ab und ruft seinen Hund zu sich. Versprechungen, wie, dass der Hund ganz lieb sei und nur spielen wolle, lösen - insbesondere in der heutigen Zeit - gerne Unverständnis und unangenehme Diskussionen aus.
     Fragt ein Kind, ob es den Hund streicheln darf, muss der Hund schon sehr kinderlieb und gewöhnt sein, wenn der Hundeführer dies erlauben will. Der Hundeführer muss sich in einer solchen Situation bewusst sein, dass bereits ein freundliches Lecken des Hundes im Gesicht des Kindes bei diesem Ängste auslösen kann. Das Kind könnte unangemessen reagieren und den Hund verwirren, oder ein stürmisches Lecken könnte in der heutigen Zeit bereits als Angriff gedeutet werden. Daher sei bei der Erlaubnis zum Streicheln Vorsicht geboten! Es ist natürlich wichtig, dass Kinder mit Hunden in Kontakt kommen, aber nur gefahrlos für Kind und Hund!


    "Hinterlassenschaften"

    Dazu müsste eigentlich nichts mehr gesagt werden...
    Um der sauberen Umwelt willen und auch weil sich der pflichtbewusste Hundeführer erzieherische Bemerkungen von Aussenstehenden lieber ersparen will, werden auf dem Hundespaziergang stets einige Kotsäckli mitgeführt. Die benutzten Beutel müssen in Abfalleimern entsorgt werden, wo sie später der Verbrennung zugeführt werden. In der freien Natur "entsorgte" Beutel sind reine Umweltverschmutzung, denn Plastik verrottet bekanntlich nicht!


    Restaurant und öffentliche Verkehrsmittel

    In Gaststätten liegt der Hund unter dem Tisch oder dicht neben seinem Hundeführer, so dass er niemanden stört und das Servierpersonal nicht über den Hund steigen muss.
     Der Hund wird im Restaurant nicht vom Tisch gefüttert. Am besten unterlässt man dies auch zu Hause, denn so sind die Verhältnisse für den Hund jederzeit klar. Der Hund soll sich im Restaurant ruhig verhalten und er darf auf keinen Fall bellen, wenn andere Gäste mit oder ohne Hund das Lokal betreten.
     In öffentlichen Verkehrsmitteln wird der Hund stets an der Leine geführt. Man platziere den Hund möglichst so, dass er anderen Passagieren nicht im Wege ist und man achte darauf, dem Hund einen für ihn gefahrlosen Platz zuzuweisen, so dass ihm keine Fahrgäste auf Schwanz oder Pfoten treten. Der Hund muss sich in öffentlichen Verkehrsmitteln absolut ruhig verhalten.


    Hund und Auto

    Der Hundeführer darf niemals vergessen, dass sich ein Auto innert kürzester Zeit stark aufheizen kann und dadurch für den Hund zu einer grossen Gefahr wird. Vielleicht scheint die Sonne beim Parkieren noch nicht und die Aussentemperaturen werden (noch) als angenehm empfunden. Dies kann sich jedoch rasch ändern und der Hund gerät in akute Lebensgefahr!
     Parkhäuser sind oftmals richtige Wärmestauer. Viele Geschäftshäuser lassen die Abluft von Klimaanlagen in die Parkhäuser einfliessen. Der Hundeführer fährt im klimatisierten Auto ins Parkhaus und lässt sich vom vermeintlichen "Schatten" täuschen. Oft wird auch vergessen, dass der Sauerstoffvorrat im Auto begrenzt ist. Die Fenster müssen immer einen Spalt geöffnet werden. Auch ein offenes Schiebedach ist ein guter Wärmeabfluss. Bei Autos mit Heckklappe hat man die Möglichkeit, die Heckklappe offen zu lassen. Dies ist aber nur empfehlenswert, wenn der Hund in einer abschliessbaren Hundebox oder hinter einem abschliessbaren Absperrgitter untergebracht ist!
     Dass der Hund während der Autofahrt aus Sicherheitsgründen in eine Transportbox oder hinter ein Absperrgitter gehört, sollte für jeden Hundeführer selbstverständlich sein! Schon bei kleineren Bremsmanövern kann der Hund nach vorne und in die Windschutzscheibe katapultiert werden, wenn er nicht durch einen Käfig zurückgehalten wird!
     Beim Aussteigen aus dem Auto bleibt der Hund so lange im Auto sitzen, bis er angeleint ist und vom Hundeführer die Aufforderung erhält, auszusteigen. Erst wenn er von der Leine befreit ist und ein Hörzeichen ihm erlaubt, sich frei zu bewegen, darf er sich vom Auto entfernen. Dieses Vorgehen beugt einem plötzlichen Wegrennen, zum Beispiel auf eine gefährliche Strasse, vor.
     


    SKG Sektion Dübendorf, LZ/EU